AUTOR

Fitzgerald Kusz

STÜCK

Witwendramen "Ihr Mann ist tot und läßt Sie grüßen." So cool und lapidar ist wohl kaum je eine Ehe- frau zur Witwe erklärt worden, wie es Frau Marthe in Goethes Faust von Mephisto wi- derfahren ist. Jenseits aller Schicksale, die hinter dem Begriff „Witwe“ lauern, von der Witwe Bolte bis zur Lustigen Witwe: Um die Witwe ranken sich in Komik und Tragik, Dramen und Geschichten, und Sprichworte, die kaum enden wollen. Fitzgerald Kusz hat sich um die Befindlichkeit von Witwen seine heiteren, ironischen und traurigen Gedanken gemacht und sie zu WITWENDRAMEN zu- sammengefügt: eine Revue für mehrere Witwen unterschiedlichen Alters, von jung bis ganz alt. Eine Materialsammlung im besten Sinne, zwischen Komik und Tragik. Wie etwa in dem Monolog der Witwe, die beim Früh- stück ihre eigene Todesanzeige in der Zeitung entdeckt. Oder im Falle der alleinstehenden Frau, die sich, ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes, noch immer nicht an dessen Schrank heranwagt. Daneben finden sich Todesan- zeigen und Szenen mit berühmten Witwen wie Helene Weigel, Yoko Ono oder Margot Honecker. Anna und Katharina Thalbach: Szenische Lesung der „Witwendramen“ auf dem Movimentos-Festival 2012 in Wolfsburg. Kurze Auschnitte: http://www.youtube.com/watch?v=Ee3LIgp-2CE

KRITIK

„Schwarz, schwärzer, Witwendramen…“ (Main-Echo) „Wilde Witwen spucken Gift und Galle, trös- ten sich gegenseitig, versuchen sich mit ih- rem Schicksal zu arrangieren oder rechnen mit ihren verblichenen Ehemännern ab. Mit verzweifeltem Hass und alkoholischer Hilfe des Kleinen Feiglings artet die Trauerarbeit fast in verbale Leichenschändung aus." (Nürnberger Nachrichten) „..Trauer, aber auch Erleichterung über den Tod des langjährigen Partners, der sich in vielen Fällen im Laufe der Ehe vom Prinzen über einen Frosch zur Kröte verwandelt hat. Da tanzt eine Witwe auch schon mal freudig auf dem Grab des Angetrauten, dem sie sich erst posthum die Meinung zu sagen traut. Ein unterhaltsamer Abend, voll ungebroche- ner Lebensenergie, der aber auch nachdenk- lich macht. Geschichten, die von Unterdrü- ckung, aber auch aufkeimendem Selbstbe- wusstsein erzählen.“ (Westdeutsche Zeitung) Rekord: Die „Witwendramen“, türkisch „Dullar“, wurden über 100 mal am Istanbuler Stadttheater aufgeführt. http://www.youtube.com/watch?v=Ee3LIgp-2CE

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